Glossar



Arbeitseinteilung geschlechtsspezifische
Biologisches Geschlecht
Chancengleichheit von Frauen und Männern
Diskriminierung |  Diskriminierung mittelbare |  Diskriminierung unmittelbare |  Diversity
Feminismus |  Frauenförderung |  Frauenpolitik |  Frauenquoten
Gender |  Gender Budgeting |  Gender Mainstreaming |  Genderkompetenz |  Geschlecht als Querschnittsaufgabe |  Geschlechterordnung |  Geschlechterperspektive |  Geschlechterrolle |  Geschlechterstereotypen |  geschlechtsneutral |  Gläserne Decke |  Gleichbehandlung von Frauen und Männern |  Gleichberechtigung |  Gleichstellung von Frauen und Männern |  Gleichstellungs-/Gendercontrolling
Mentoring
Quotenfrau
Sensibilisierung |  Soziales Geschlecht |  Sprache geschlechtergerechte



Arbeitseinteilung geschlechtsspezifische
Unter geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung ist die Aufteilung in bezahlte Arbeit im öffentlichen Bereich und unbezahlte Arbeit im privaten Bereich nach der Geschlechtszugehörigkeit gemeint.

Ein für unsere Gesellschaft bedeutsames Beispiel geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung ist, dass überwiegend Frauen, unabhängig davon, ob sie berufstätig sind oder nicht, die Haus-, Familien- und Betreuungsarbeit leisten.
Biologisches Geschlecht
Mit biologischem Geschlecht wird die geschlechtsspezifisch unterschiedliche Biologie bezeichnet, d. h. Anatomie (Körpergröße und -form) und Physiologie (hormonelle Aktivität, Organfunktionen).

Im Gegensatz zu den gesellschaftlich geprägten Geschlechterrollen ist das biologische Geschlecht (englisch "sex") angeboren und nicht oder nur mit großem Aufwand veränderbar.
Chancengleichheit von Frauen und Männern
Chancengleichheit von Frauen und Männern bedeutet die echte und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am wirtschaftlichen, sozialen und politischen Leben.

Die Chancengleichheit verlangt,

  • dass jeder Mensch, unabhängig vom Geschlecht, die gleichen Chancen (im Sinne von Ausgangsbedingungen) haben soll,
  • dass Wahlmöglichkeiten in der persönlichen Lebensgestaltung ohne geschlechtsspezifische Einschränkungen bestehen (beispielsweise, dass es für Frauen selbstverständlich möglich ist, in eine Führungsposition zu kommen und dass es für Männer möglich ist, Betreuungspflichten zu übernehmen).

Echte Chancengleichheit bedeutet:
Frauen und Männer haben die gleichen Chancen im Zugang zu Ressourcen (z. B. zu Bildung, Geld usw.), zu Beteiligung und zu Entscheidungsmacht (z. B. Mitsprache in politischen Entscheidungsgremien), ohne Einschränkung durch gesellschaftlich bedingte Geschlechtsrollenmuster. Dabei werden unterschiedliche Zielvorstellungen, Verhaltensweisen, Bedürfnisse und Werte von Frauen und Männern gleichermaßen anerkannt, berücksichtigt und gefördert. Chancengleichheit ist streng genommen jener Zustand, in dem die Gleichstellung bereits verwirklicht ist.
Diskriminierung
Diskriminierung ist jede benachteiligende Behandlung von Personen oder Personengruppen (z.B. Frauen, Menschen mit Behinderungen) ohne sachliche Rechtfertigung. Unterschieden wird in unmittelbare und mittelbare Diskriminierung.
Diskriminierung mittelbare
Eine mittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine rechtliche Anordnung oder Vorschrift scheinbar neutral ist, aber Angehörige eines Geschlechts faktisch benachteiligt (ohne sachlichen Grund). Z. B.: Die Voraussetzung "Nur Vollbeschäftigte haben Zugang zu Fortbildungsmaßnahmen" benachteiligt Frauen, wenn überwiegend Frauen Teilzeit arbeiten.
Diskriminierung unmittelbare
Eine unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine rechtliche Anordnung oder Vorschrift ganz offen, ohne sachlichen Grund ein Geschlecht benachteiligt. Z. B.: "Nur Frauen haben Zugang zu Fortbildungsmaßnahmen".
Diversity
Darunter wird ein Managementkonzept verstanden, das die Unterschiedlichkeit des Personals eines Unternehmens/einer Organisation berücksichtigt und versucht, Benachteiligungen (auf Grund von Geschlecht, Alter, Hautfarbe, sexueller Orientierung etc.) entgegenzuwirken.

Diversity verfolgt als "Unternehmenskulturkonzept" den Anspruch, verschiedene Identitäten und Kulturen miteinzubeziehen und aus diesen zu lernen. Verschiedenheit wird als Chance und Herausforderung begriffen. Damit steigert sich die Leistung jeder/jedes einzelnen und damit der Unternehmenserfolg im internationalen Wettbewerb.

Besonders geachtet wird auf die ausgewogene Zusammensetzung von Teams. Gleichstellungspolitisch angewandt heißt das: Anstelle von männlich geprägten Entscheidungs- und Führungskulturen soll der Unterschied zwischen Frauen und Männern zugunsten des Unternehmens und der Frauen genutzt werden.
Feminismus
Feminismus bezeichnet den Einsatz und das Engagement für die soziale, politische und ökonomische Gleichstellung von Frauen mit dem Ziel einer Befreiung von Frauen aus Rollenzwängen und Stereotypen.

Feminismus hinterfragt und analysiert patriarchalische (= männerdominierte) Werte und soziale Strukturen, die die Überlegenheit von Männern und die Unterordnung von Frauen behaupten und hervorbringen. Es gibt eine große Vielfalt feministischer Theorien und Ausrichtungen.
Frauenförderung
Frauenförderung liegt das Prinzip der positiven Diskriminierung zugrunde.

Es geht um Maßnahmen, die der faktischen Benachteiligung von Frauen gezielt entgegenwirken und echte Chancengleichheit bewirken sollen. Dazu gehört auch die befristete "Bevorzugung" von Frauen. Diese ist nur dann zulässig, wenn die Förderung nicht ausschließlich aufgrund des Geschlechtes erfolgt, sondern stets auf Grundlage der gegebenen fachlichen Eignung (Quoten).
Frauenpolitik
Frauenpolitik ist ein Politikbereich, bei dem es um die Förderung der Gleichstellung von Frauen in allen Lebensbereichen geht.
Frauenquoten
Die Frauenquoten sind anzuwenden, wenn in einer Besoldungs-/Verwendungs-/Entlohnungs-/Funktionsgruppe oder auf einer bestimmten Hierarchieebene weniger als 40 % Frauen beschäftigt sind.

Bevorzugter Aufstieg bzw. bevorzugte Einstellung, wenn die Kandidatin nicht schlechter geeignet ist als der bestgeeignete männliche Kandidat (relative, qualifikationsabhängige Quote). Quoten sind also nicht (!) unabhängig von der Qualifikation.
Gender
Gender bezeichnet das soziale Geschlecht bzw. gesellschaftlich bedingte Unterschiede zwischen Frauen und Männern, beispielsweise Rollenverhalten. Diese sind nicht "natürlich", können sich im Laufe der Zeit ändern und unterscheiden sich sowohl innerhalb einer Kultur als auch zwischen den einzelnen Kulturen erheblich voneinander.

Bedeutsam ist die Unterscheidung zwischen Gender (das soziale Geschlecht) und Sex (das biologische Geschlecht) vor allem im Hinblick auf die mit den Begriffen Mann/Frau bzw. männlich/weiblich verbundenen Erwartungen und Zuschreibungen (z.B. Männer sind stark, Frauen schwach, Männer denken sachlich, Frauen gefühlsbetont, Männer können keine Kinder versorgen, Frauen keine Autos reparieren).

Die Erkenntnis, dass Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht naturgegeben sind, bietet Möglichkeiten zur Veränderung.
Gender Budgeting
Gender Budgeting ist das finanzpolitische Instrument des Gender Mainstreaming. Dabei geht es vor allem um eine gendersensible Analyse und Zusammenstellung der Haushaltsansätze.
Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming bedeutet die systematische Einbeziehung der jeweiligen Lebensbedingungen und Bedürfnisse von Frauen und Männern in alle Bereiche, von der Politik bis hin zu Institutionen, Vereinen, Bildungseinrichtungen etc.

Sämtliche allgemeine Konzepte und Maßnahmen sollen sich an dem Ziel Gleichstellung orientieren und sind bei der Planung, Durchführung, Begleitung und Bewertung daraufhin zu prüfen, welche Auswirkungen sie auf Frauen und Männer und das Geschlechterverhältnis haben.
Genderkompetenz
Unter Genderkompetenz wird eine Sammlung von Fähigkeiten, die notwendig sind, um geschlechtssensibel planen, arbeiten und handeln zu können, verstanden.

Die Genderkompetenz wird zu einem großen Teil von unserer persönlichen Wahrnehmung bestimmt: Sehen wir überhaupt, welche Verhaltensmuster im täglichen Umgang zwischen Frauen und Männern auftreten? Welche Normen und Vorstellungen über Frauen und Männer haben wir im Kopf? Für die Entwicklung einer Genderkompetenz sind folgende Ebenen notwendig:

  • Wissen (persönliches Fach- und Sachwissen),
  • Können (persönliche Methoden- und Handlungsfähigkeiten),
  • Wollen (persönliche Haltung und Einstellung gegenüber dem Thema und der Problematik),
  • Dürfen (Rahmenbedingungen in meinem Umfeld, wie Arbeit, Gesellschaft).
(vgl.: Baur/Marti, Kurs auf Gender Kompetenz. Basel 2000)
Geschlecht als Querschnittsaufgabe
In der Regel sind von Sachverhalten und Entscheidungen immer sowohl Frauen als auch Männer betroffen, auch wenn eine scheinbar neutrale Politik gemacht wird.

Die Betroffenheit ist dabei oft geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Wenn beispielsweise als arbeitsmarkt-politische Maßnahme neue Jobs im technischen Bereich gefördert werden, kommt dies zwar der Wirtschaft zu Gute, trifft aber Frauen und Männer in unterschiedlichem Maße: Da Frauen kaum in technischen Berufen zu finden sind, profitieren sie nicht von dieser Maßnahme. Daher muss bei allen Planungen und bei allen Schritten von Prozessen immer mitbedacht werden, welche Auswirkungen eine Entscheidung auf Frauen und Männer hat und ob dies im Sinne einer Gleichstellung sinnvoll ist oder nicht.
Geschlechterordnung
Die Geschlechterordnung ist ein System von wirtschaftlichen und politischen Strukturen, Traditionen und Normen, die bestimmte Geschlechterrollen hervorbringen und verfestigen. Sie basiert auf der Zuordnung eines Menschen zum weiblichen oder männlichen Geschlecht, häufig verbunden mit der Vorstellung von der unterschiedlichen Wertigkeit eines Geschlechts (bekanntestes Beispiel ist das klassische Patriarchat).
Geschlechterperspektive
Beim Einnehmen einer Geschlechterperspektive wird ein Gegenstand oder Sachverhalt (auch) hinsichtlich seiner Bedeutung für Frauen und Männer und für das Geschlechterverhältnis betrachtet.

Eine Geschlechterperspektive einzunehmen (die "Genderbrille" aufsetzen) heißt, die eigene Wahrnehmung um eine geschlechtssensible Dimension zu erweitern.
Geschlechterrolle
Die Geschlechterrolle sind Verhaltensmuster, Vorstellungen und Normen, die Frauen und Männern in unserer Gesellschaft zugewiesen werden.

Die traditionellen Geschlechterrollen sind eng verbunden mit der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung in Lohnarbeit sowie Haus- und Familienarbeit. In einem historischen Prozess wurden aus diesen "Arbeitsrollen" Geschlechterrollen: Bestimmte Verhaltensweisen, Zuständigkeiten, Gefühle, Fähigkeiten etc. wurden Frauen und Männern je unterschiedlich zugeschrieben (Frauen sind fürsorglich, Männer aggressiv, Frauen fühlen sich im Privaten wohl, Männer im öffentlichen Bereich etc.).

Gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahrzehnte (z.B. durch die Frauenbewegung eingeleitet) stellen diese starren Geschlechterrollen zunehmend in Frage. Dies bedeutet für Frauen und zunehmend auch für Männer eine gewisse Chancenerweiterung. Andererseits entsteht dadurch auch ein Rollenkonflikt zwischen nicht oder schwer vereinbaren Erwartungshaltungen – alte Rollen und neue Erwartungen wirken gleichzeitig auf Frauen und Männer ein.
Geschlechterstereotypen
Als Geschlechterstereotypen werden die starren, schematischen Zuschreibungen von Tätigkeiten und Eigenschaften an Frauen und Männer (z.B. Fürsorglichkeit der Frau, Ehrgeiz des Mannes) verstanden. Bei einem Verstoß gegen diese Zuschreibungen werden Personen als "unweiblich" oder "unmännlich" erlebt bzw. abgewertet.
geschlechtsneutral
Etwas ist geschlechtsneutral, wenn keine Bevorzugung oder Benachteiligung von Männern und Frauen vorliegt.
Gläserne Decke
Damit werden die unsichtbaren Schranken, die Frauen am Aufstieg in höhere Positionen hindern, bezeichnet.

Diese Karrierefilter bewirken, dass der berufliche Aufstieg für viele hoch qualifizierte und engagierte Frauen aufgrund ihres Geschlechts beispielsweise auf der mittleren Führungsebene endet. Auch innerhalb von Unternehmen und Organisationen, die in Sachen Gleichstellung ansonst erfolgreich sind, erweist es sich als schwierig, diese gläserne Decke zu durchstoßen.
Gleichbehandlung von Frauen und Männern
Bei der Gleichbehandlung von Frauen und Männern wird jegliche unmittelbare oder mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vermieden. Da Frauen und Männer auf vielfältige Weise ungleich sind (Biologie, Geschlechterrollen, Macht, Einfluss etc.) gewährleistet die Gleichbehandlung (von Ungleichen) allein nicht die Chancengleichheit von Männern und Frauen. Der engere Begriff Gleichbehandlung wurde deshalb mehr und mehr durch den weiteren Begriff Gleichstellung von Frauen und Männern ersetzt.
Gleichberechtigung
Dabei geht es um die formelle Gleichbehandlung durch das Recht. Gleiche formale Rechte gewährleisten aber noch nicht gleiche Chancen, daher wird der Begriff heute (wie auch Gleichbehandlung) kaum mehr verwendet, sondern es wird von Gleichstellung gesprochen.
Gleichstellung von Frauen und Männern
Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird durch Maßnahmen erreicht, die darauf abzielen, Frauen wie Männern gleiche Chancen zu geben, allfällige Barrieren zu beseitigen und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern gleichermaßen zu berücksichtigen.

Gleichstellung geht über bloße Gleichbehandlung hinaus, in dem sie positive Aktionen und Maßnahmen der Frauenförderung sowie der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben einschließt. Ziel ist es, allen Menschen zu ermöglichen, ihre persönlichen Fähigkeiten zu entfalten, ohne durch geschlechtsspezifische oder sonstige diskriminierende Rollenzuweisungen eingeschränkt zu werden.
Gleichstellungs-/Gendercontrolling
Gleichstellungs-/Gendercontrolling ist Teil eines gleichstellungspolitisch orientierten Qualitätsmanagements: Bewertung von Maßnahmen, Projekten etc. als "gleichstellungspositiv", "gleichstellungsneutral" oder "gleichstellungsnegativ", wobei letztere Maßnahmen oder Projekte nicht erfolgen bzw. nicht gefördert werden.
Mentoring
Mentoring ist ein Instrument und eine Strategie zur Förderung von benachteiligten, unterrepräsentierten Gruppen mit dem Ziel, bestehende Strukturen der Ungleichheit sichtbar zu machen und langfristig zu verändern.

Als Personalentwicklungsinstrument insbesondere in Führungskreisen bezeichnet es die Tätigkeit einer erfahrenen Person (Mentorin bzw. Mentor), die im Rahmen einer formalen Beziehung ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an eine noch unerfahrene Person (Mentee) weitergibt, um diese in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung innerhalb eines Unternehmens/einer Organisation zu fördern. Mentoring passiert im Rahmen einer deklarierten geschützten, transparenten und zeitlich begrenzten persönlichen Förderbeziehung mit klaren, zielorientierten Vereinbarungen zu Beginn.

Formal zielt Mentoring insbesondere darauf ab, die Förderung außerhalb des üblichen Vorgesetzten-Untergegebenen-Verhältnisses stattfinden zu lassen. Inhaltlich geht es gezielt darum, die ausgesprochenen und unausgesprochenen Regeln des jeweiligen Unternehmens zu vermitteln, in bestehende Netzwerke einzuführen und praktische Tipps für das Erreichen beruflicher Ziele zu geben. Somit werden langfristig firmen-/organisationsinterne Karrieren gefördert und die Mentees an die jeweilige Unternehmung oder Organisation gebunden.

Mentoring-Programme für Frauen wollen den vielfachen Netzwerken und Beziehungsgeflechten in der Arbeitswelt, die bisher vor allem Männern zugute kommen, den geplanten und bewussten Aufbau fördernder Strukturen für Frauen entgegensetzen. In diesem Konzept vereinen sich zwei wichtige Aspekte, nämlich die Förderung von qualifizierten Nachwuchskräften und die Frauenförderung.
Quotenfrau
Quotenfrau ist die (abfällige) Bezeichnung für Frauen, die eine berufliche oder politische Position aufgrund von (rechtlichen) Vorrangregelungen erlangt haben; dabei wird zudem meist ausgeblendet, dass moderne Quotenregelungen nie unabhängig von der erforderlichen Qualifikation greifen. In der Praxis wird der Begriff häufig auf jede erfolgreiche Frau angewandt, unabhängig davon, ob diese tatsächlich von einer Quotenregelung profitiert hat.
Sensibilisierung
Sensibilisierung ist der Versuch, das Vorhandensein unterschiedlicher Lebensbedingungen und Probleme (z.B. aufgrund des Geschlechtes) bewusst zu machen. In sog. Gendertrainings (Schulungen für Mitarbeiterinnen) kommt dieser persönlichen Auseinandersetzung und Bewusstmachung eine wesentliche Bedeutung zu.
Soziales Geschlecht
Siehe Gender
Sprache geschlechtergerechte
Geschlechtergerechte Sprache macht Frauen und Männer in Wort und Schrift sichtbar. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass Sprache unsere Wirklichkeit mitgestaltet. Indem also Frauen sprachlich vorkommen, werden sie und ihre Lebenswirklichkeiten sichtbar. Ein schriftlich wie mündlich geschlechtergerechter Sprachgebrauch ist ein wichtiger Bestandteil von Gender Mainstreaming. Es ist ein einfaches und deutliches Zeichen dafür, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Anliegen ist.